synaps

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Synaps ist eine Praxisanwendung, die es niedergelassenen Fachärzten ermöglicht, in Fällen schwieriger Diagnosefindung, effektiv und zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Durch die Verwendung von synaps können Kräfte und Expertisen verschiedener Fachrichtungen gebündelt werden und somit der Leidensweg der Patienten ohne Diagnoseverkürzt werden.

Synaps adressiert mehrere Probleme, die in heutigen Abläufen eine schnelle Diagnosefindung erschweren: So ermöglicht es beispielsweise allen beteiligten Ärzten einen Überblick über den Patienten und seine Krankengeschichte zu erlangen. Das ist unbedingt nötig, da die Stellung einer Diagnose nicht selten daran scheitert, dass zwei oder mehr Aspekte in der Krankengeschichte nicht in Zusammenhang gebracht werden können. Und das liegt wiederum daran, dass sich das Wissen über den Patienten zersplittert, über die vielen verschiedenen behandelnden Fachärzte verteilt. Des Weiteren stellt synaps eine effiziente Alternative heutiger asynchroner Kommunikationswege zwischen Ärzten dar.

Synchrone Kommunikation ist zwar meist effektiv, aber aus Zeitgründen oft nicht möglich, asynchrone Kommunikation in Form von Briefen, Fax und E-Mail ist hingegen zu aufwändig und ineffizient. Synaps dagegen, ist so konzipiert, dass es sich fließend in den Praxisalltag integriert: Nachrichten können schnell und zu jedem Zeitpunkt beantwortet werden. Ist solch eine Form der Kommunikation erst einmal möglich, ist die Voraussetzung für offenen explorativen Austausch geschaffen. Ärzte können gemeinsamen brainstormen, grübeln und Ansätze austauschen. Diese Arbeitsweise wird durch die Gestaltung der Anwendung unterstützt.


Die Akte
Die Akte ist die interaktive Darstellung der Krankengeschichte des Patienten. Sie wird von synaps selbst aus den Rohdaten erstellt, die von den verschiedenen Ärzten zur Verfügung gestellt werden. Auch neue Daten, die während des laufenden Falls erhoben werden, sollen hier ergänzt und damit für alle beteiligten Ärzte einsehbar gemacht werden.

Das Herzstück ist dabei der Zeitstrahl. Auf ihm sind alle Ereignisse, Untersuchungen, Ergebnisse und Therapien vermerkt. Der Nutzer kann durch Zoomen einen passenden Zeitausschnitt wählen und anschließend ein Ereignis anklicken. Dadurch wird ein Overlay mit der Beschreibung des Ereignisses geöffnet und der entsprechenden Position auf der Figur zugeordnet.


Das Konsil (Chronologie)
Das Konsil ist der Ort in der Anwendung, in dem der gemeinsame Austausch, das Herzstück unserer Anwendung, stattfindet. Hier kann gemeinsam gebrainstormt, beraten und gegrübelt werden. Wissen zwischen mehreren Ärzten und Fachrichtungen kann verknüpft werden, um sich gemeinsam der Diagnose zu nähern.

Das Konsil lässt sich in zwei unterschiedlichen Darstellungsweisen aufrufen. Eine davon ist die chronologische. Durch die Aufreihung der einzelnen Beiträge, auf einer zeitlichen Achse, ist es für den Nutzer einfach, den Hergang der Gespräche im Gesamten nachzuvollziehen. Jeder Beitrag lässt sich durch Farbkodierung und Beschriftung seinem Autor zuordnen und durch die Position zeitlich einordnen.


Das Konsil (Mindmap)
Bei der Mindmap handelt es sich um die zweite Darstellungsweise des Konsils. Hier werden die Zusammenhänge der einzelnen Konversationen grafisch dargestellt. Das bedeutet, dass zum Beispiel Abspaltungen und Zusammenführungen einzelner Ansätze und auch innerhalb von Ansätzen direkt erkennbar sind. Dem liegen einige Vorteile inne.

So wird dem Nutzer ein viel größerer und dennoch detaillierter Überblick des Falls ermöglicht. Dieser ist Voraussetzung, um einen weiteren Mehrwert zu ermöglichen: Querverbindungen ziehen. Sowohl im grafischen als auch im inhaltlichen Sinne. Auf diese Weise kann eine entscheidende Gefahr bei der Diagnosesuche gebannt werden: Aspekte, des Leidens isoliert zu betrachten. Denn oft beschäftigen sich Fachärzte ausschließlich mit Leiden, die in ihrem Fachbereich angesiedelt sind, ohne dabei auf einen größeren Zusammenhang zu achten.


Das Prozedere
Da synaps als ergänzende Maßnahme zum konventionellen medizinischen Vorgehen bei der Diagnosesuche (d. h. körperliche Tests und medizinische Untersuchungen) zu verstehen ist und diese weder ersetzen kann noch will, bietet es sich an, dass Ärzten auf dieser Plattform die Möglichkeit gegeben wird ihr Vorgehen aufeinander abzustimmen. Ansonsten führt das nicht selten zu gedoppelten Untersuchungen und schlecht aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten.

So zu sehen im aktuellen Ablauf. Wird allerdings diese Transparenz geschaffen, bekommen Ärzte die Möglichkeit Ihr Vorgehen intelligent aufeinander abzustimmen, zum Beispiel, indem man kalkulieren kann, wann mit Testergebnis A zu rechnen ist und ab wann Untersuchung B Sinn ergibt.
Da innerhalb einer solchen Diagnosesuche mit verschiedenen Ansätzen bzw. Verdachtsdiagnosen parallel zu rechnen ist, konzipierten wir die Darstellung des Prozedere so, dass auf den ersten Blick sofort zu erkennen ist, welche Maßnahmen welchem Ansatz dienen sollen. Denn meist reicht es, wenn Abhängigkeiten innerhalb eines Ansatzes aufeinander abgestimmt werden.


Der Steckbrief
Manche Information zu einem Patienten sind nicht zeitgebunden und/oder müssen zu jedem Zeitpunkt schnell abrufbar sein. Für diese Art der Daten gibt es den Patientensteckbrief. In ihm sind gebündelte Informationen zu der Person des Patienten, Therapie, Vorgeschichte, und Symptomatik festgehalten. Die Daten werden initial von dem anmeldenden Arzt eingetragen, können aber zum Beispiel bei den Symptomen von anderen Ärzten ergänzt werden.