ARI

ARI

Ari - Dein Helfer bei Panik und Angst

Laut dem DAK Gesundheitsreport waren die drei meisten Gründe für Arbeitsunfähigkeit Muskel-Skelett-Beschwerden, psychische Erkrankungen und Probleme mit
den Atemwegen. Besonders interessant war der Bereich der psychischen Erkrankungen, da es hier in den letzten Jahren nur marginale Veränderungen in der
Diagnose und der Behandlung gab. Und genau da wollten wir eingreifen. Wir wollten eine Anwendunge kreieren die Betroffene dabei helfen soll ihnen im
Notfall, Hilfestellung leisten zu können.


Problem

Das größte Problem der meisten Betroffenen sind die langen Wartezeiten auf einen Therapeuten. Da die sich die Behandlung über mehrere Monate, bis hin zu Jahren erstrecken kann, ist oftmals unbekannt, wie lang auf einen Therapieplatz gewartet werden muss. Dies kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Betroffenen haben. In der langen Wartezeit sind sie oftmals auf sich alleine gestellt und müssen ausharren. Häufige Arztbesuche und diverse Beruhigungsmittel sind oftmals die Folge. Der Patient füllt sich nicht verstanden und alleine mit seinem Problem, weswegen die Symptome verstärkt auftreten und den Allgemeinzustand verschlimmern. Bekommt der Betroffene dann endlich einen Therapieplatz, hat sich die Erkrankung bereits verschlimmert und wird somit auch schwerer zu behandeln. Dies führt zu einem Kreislauf, der dazuführt, dass andere Patienten länger auf ihren Therapieplatz warten müssen. Ein weiteres Problem ist die Hilfe in akuten Notsituationen. Eine Panikattacke ist eine Extremsituation für die Betroffenen, die nur schwer zu überwinden ist. Die Todesangst ist in diesem Moment für die meisten oft so real, dass sie einen Notarzt rufen müssen. Da die Erkrankung trotz diverse körperlicher Symptome rein psychisch ist, können die Ersthelfer vor Ort meist nur sehr wenig leisten. Ein anderes Problem ist die Isolation von anderen. Durch die Angst, eine Panikattacke an einem öffentlichen Ort oder vor einer Gruppe von Menschen zu erleben, ziehen sich die meisten eher zurück. Vor allem Situationen in der eine Panikattacke erlebt wurde, werden vermehrt gemieden. Das Gefühl mit seinem Problem alleine zu sein, schafft das Gefühl nirgends dazugehörig zu sein.


Konzept

Ari ist eine Anwendung die dem Nutzer im Notfall einer Panikattacke o.ä helfen soll sie schnell und effektiv zu bekämpfen. Durch ein Wearable misst Ari die
Vitalwerte des Nutzers und gibt an, wie hoch die Warscheinlichkeit einer heutigen Panikattacke sein kann.

Der Aufbau der App war folgendermaßen geplant: Beim Start der App landet man auf der Hauptseite, der aus einer Art Newsfeed und Tipps besteht. Die angezeigte Auswahl variiert von Tag zu Tag. Der wichtigste Menüpunkt sollte mit einer Art Dreieck markiert sein, den man im Fall einer Panikattacke herunterziehen kann, um in den Soforthilfe-Bereich zu kommen. Bevor man Hilfe bekommt, wird man abgefragt, welche Symptome man im Moment hat. Dies soll vor allem dazu dienen, passende Hilfestellung und Hotlines zusammenzustellen.


Zusammenfassung

Die Arbeit mit dem Thema Angst und Panik war zugleich spannend wie fordernd. Da das Thema mentale Gesundheit sehr sensibel behandelt werden muss, suchten wir uns Betroffene über Freunde und Bekannte. Wir waren überrascht darüber, wie frei und offen die Betroffenen mit uns über ihren Alltag und die Probleme sprachen. Sie zeigten alle großes Interesse gegenüber unserem Projekt und begleiteten uns noch ein gutes Stück über die Recherchephase hinaus. Oftmals wurde Rat und Meinung der Betroffenen eingeholt, um sicherzustellen, dass das Thema angemessen behandelt wurde. Im Allgemeinen war dieses Projekt sehr tiefgründig und benötigte viel Hintergrundwissen und Recherche. Dennoch gibt es immer noch Potenzial für mehr Funktionen. Zum Beispiel könnte man über eine Art Überbrückungstherapie, die rein über die App erfolgt, nachdenken. Des Weiteren könnten diverse kleine Funktionen, wie Fragebögen, die man im Rahmen einer Therapie ausfüllen muss, in irgendeiner Form implementieren. Die Möglichkeiten sind noch nicht erschöpft