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»Wir wollen Filme wie Braunradios machen...«

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13.10.2009 17:00

D-Ulm, EinsteinHaus, Club Orange

die vh Ulm und das Ulmer Museum/HfG-Archiv laden ein zum Vortrag

»Wir wollen Filme wie Braunradios machen...«

 

Die Geschichte des Films am Bauhaus und an der HfG Ulm anlässlich des Jubiläums »90 jahre bauhaus«

 

mit dem Filmemacher und HfG-Absolvent Peter Schubert, München

am Dienstag, 13. Oktober, 19 Uhr in Ulm, EinsteinHaus, Club Orange

Wir würden uns sehr über viele Besucher und eine anregende Diskussion freuen.

Reinhild Mergenthaler (vh Ulm) und Dagmar Rinker (HfG-Archiv Ulm)

 

Zum Thema:

Es gibt keine Bauhausfilme - diese Meinung ist weit verbreitet. Doch es gab Bauhäusler – 13 an der Zahl, die sich mit Film beschäftigten. Der bekannteste Experimentator mit dem neuen Medium war der Bauhauslehrer László Moholy-Nagy. Er versuchte sogar eine „Versuchsstelle für Filmkunst“ einzurichten. Doch dies gelang ihm nicht. Die Weltwirtschaftskrise, die Einführung des Tonfilms und der zunehmende Druck der Nazis, der zur Schließung des Bauhauses führte, verhinderten alles.

Anfang der 60er Jahre schlossen sich junge, experimentierfreudige Filmemacher zur „Oberhausener Gruppe“ zusammen. Sie wollten sich nicht damit abfinden, dass sich die Themen des deutschen Films auf Schnulzen und Heimatkitsch beschränkten und forderten u.a. eine filmische Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte sowie der aktuellen sozialen Realität. In ihrem „Oberhausener Manifest“ mit dem Schlagwort „Papas Kino ist tot!“ forderten sie die Loslösung von dem noch immer von Ufa-Produzenten beherrschten Filmmarkt, eine unabhängige Filmförderung und Ausbildungsstätten für den Filmnachwuchs.

 

Im Zuge dieser Forderung wurde eine Filmklasse an der Hochschule für Gestaltung in Ulm eingerichtet. Vertreter des „Jungen deutschen Films“, zu denen Regisseure wie Edgar Reitz und Alexander Kluge gehörten, experimentierten mit dem Medium Film und leiteten in Ulm die ersten Filmstudenten im Nachkriegsdeutschland an.

 

Die HfG Ulm existierte von 1953 bis 1968. Die Filmabteilung, 1965 umbenannt in „Institut für Filmgestaltung Ulm“, beendete zwar 1968 ihre Ausbildungstätigkeit wirkte jedoch als eigenständiges Medieninstitut der Universität Ulm fort.

 

Peter Schubert beschreibt an Hand von Filmbeispielen und Fotos die Geschichte des unabhängigen deutschen Films am Bauhaus in Weimar und Dessau und deren Fortsetzung am Institut für Filmgestaltung in Ulm.