3DS +H

In Invention Design soll ein gänzlich neuartiges Konzept mit neuen oder nicht verfügbaren Techniken entwickelt werden.

Der Grundgedanke

Mithilfe von kleinen, aber leistungsstarken und tragbaren 3D-Scannern, ebenso kleinen Hologramm-Devices und einer Software, die die Techniken in einer „Dienstleistung“ miteinander verbindet, soll ein möglicher, nächster Fortschritt der Techniken dargestellt werden. Der potenzielle User interagiert mit einem holografischen Interface und ist in der Lage (am selben Ort) 3D-Scans mit entsprechend verfügbaren Scannern von echten Objekten zu generieren und, in einem zweiten Schritt, nachträglich zu modifizieren bzw. mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Gleichzeitig soll die neuartige Arbeitsumgebung Maßstäbe in puncto Präzision und Ergonomie setzen, so dass, technisch gesehen, der „Weg“ vom Gedanken zur Visualisierung hin durch eine intuitivere Bedienung vielleicht verkürzt wird.

 hologram device

Die Komponenten

Das Konzept von „3D S +H“ ist ein Zusammenspiel von 3D-Scannern, Hologramm-Devices und einer Software, die als Bindeglied fungiert und gleichzeitig das Herzstück ist. Das Produkt, bestehend aus Scaner Device und Software muss ein einheitliches Erscheinungsbild besitzen.

 

Der 3D-Scanner

Der Scanner ist die erste, ausschlaggebende Komponente des Konzepts. Er ist tragbar und könnte vielseitig in der Erscheinung sein. Ich habe mich für eine ungewöhnliche Variante entschieden. Um Scanvorgänge - etwa von ganzen Marktplätzen - schnell absolvieren zu können, ist die 3D-Technik in einer flugfähigen Fassung gefasst. Die Steuerung erfolgt durch Gesten vom Arbeitsplatz des Benutzers aus. 

 

Die Software

Die Software ist Bindeglied und Herzstück zugleich. Sie ermöglicht (unscheinbar im Hintergrund) die Anwendung in ihrer Gesamtheit. Zum Einen erfolgt hier die Steuerung des Scanners, andererseits muss die Software, die gleichzeitig als Netzwerk vieler Nutzer verstanden werden muss, zusätzliche Informationen geschickt mit zu den Scans liefern. Gleichzeitig müssen Scans in hologrammfähige Dateien konvertiert werden, realistische Informationen wie verschiedene Lichtsituationen abhängig von den Tageszeiten zusätzlich simuliert werden können.Außerdem finden hier auch extrem schnelle Renderings der modifizierten Scans statt.

 

Das Hologramm-Device

Das Hologrammdevice ist die zweite Schnittstelle des Konzepts. Er muss als eine Weiterentwicklung und enorme Erweiterung klassischer Monitore verstanden werden.Das Device ist ebenso klein wie der Scanner und hat den Vorteil, dass er ein frei skalierbares Interface ermöglicht, indem man beliebig viele Devices anschließt. Jedes Hologrammdevice muss in der Lage sein, einerseits ein echtes Hologramm anzuzeigen, gleichzeitig aber auch „den Nutzer im Auge behalten“. Das bedeutet, dass jedes Device mit Mikrophonen ausgestattet werden und per Infrarot die Position des Nutzers erfassen muss, da das Device das bereitgestellte Interface nach der erfassten Position des Nutzers ausrichtet. 

 

Vorteile des Konzepts

Die Vorteile der Anwendung sind eindeutig. Gestensteuerung und Spracherkennung sind mächtige Werkzeuge des Nutzers, der mit den gelieferten Informationen einen neuen Entwurf entwickelt, der optisch ansprechend und aufgrund einer natürlichen und intuitiven Bedienung ist. In puncto Ergonomie wäre das anpassungsfähige Interface ein Novum, weil es bisher keine Interfaces gibt, die sich so nach dem Körper des Nutzers ausrichten. Die Anwendung hat nur die Grenzen, die der Nutzer beim Einfallsreichtum haben könnte und reiht sich somit in alle heute bekannten Tools ein, die Gestalter nutzen.Die Darstellung von skalierbaren Hologrammen sorgt dafür, dass komplexe Sachverhalte vielleicht besser verstanden werden können, weil sie greifbarer werden.Dieser mögliche nächste Schritt der Techniken lässt die genannten Vorteile erahnen, ist jedoch, nüchtern betrachtet, auch ein Mittel, um den „Weg“ vom gedachten Entwurf zur vollständigen Visualisierung mit Mittel zur Steigerung von Präzision und Schnelligkeit erheblich zu verkürzen.