Processing Erweiterung

Processing ist eine objektorientierte, stark typisierte Programmiersprache, die auf die Einsatzbereiche Grafik, Simulation und Animation spezialisiert ist. Sie hat eine integrierte Entwicklungsumgebung und ermöglicht, Interaktionen sowie visuelle Elemente zu programmieren. Processing richtet sich vorwiegend an Gestalter, Künstler und Programmieranfänger.

 

Im 4. Semester im Fach Application Design II lag der Schwerpunkt auf dem Stichwort „Grafik“. Aufgabe war es, selbstständig ein Thema zu wählen und dieses in Gesamt- sowie in Detailaspekten zu überarbeiten. Da Programmierumgebungen meist sehr unübersichtlich und unansprechend aufgebaut sind, sahen wir im Bezug auf den Aufgabenschwerpunkt viel Verbesserungspotential, weshalb wir uns dazu entschieden haben, Programmierumgebungen zu erweitern und zu modifizieren. Weil wir persönlich die meisten Erfahrungen mit Processing gesammelt haben, benutzten wir diese Entwicklungsumgebung als Basis für unser Projekt.

 

Klassendiagramm

Die Grundidee war es, die Entwicklungsumgebung übersichtlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten. Dem Benutzer, vor allem dem Einsteiger, soll eine möglichst große Auswahl an Funktionen bereitgestellt werden, die das Programmieren erleichtern.

 

Slider, farbliche Kodierung, visuelle Kommentare

Solch eine zusätzliche Funktion stellt z.B. der zweidimensionale Slider dar. Während eine Verschiebung des Regelers in X-Richtung wie gewohnt den Wert verändert, ändert die Verschiebung in Y-Richtung den Wertebereich des Sliders logarithmisch. Die farbliche Kodierung von Codeblöcken ist ein weiterer Aspekt, der dem Nutzer die Möglichkeit gibt, sein Programm visuell zu strukturieren. Desweiteren ermöglicht die Funktion des visuellen Kommentierens, Kommentare zu erstellen, die Code-extern auftreten und somit weder Platz, noch Übersicht rauben. Weiterer Vorteil dieser Kommentierart ist, dass ein Bereich eingegrenzt werden kann und man somit genau weiss, worauf sich ein Kommentar bezieht.

 

Visualisierte(r) Code(strukturen)

Durch eine Visualisierung des Codes soll ermöglicht werden, Programmstrukturen schnell und einfach zu erkennen, zu verstehen und nachvollziehen zu können. Zudem wird die Größe und Komplexität eines Programms, sowie Beziehungen zwischen mehreren Klassen und Methoden auf einen Blick erkennbar.

 

Debugger

Ein weiterer Grundbaustein bei der Programmierung stellt die Fehlersuche, das sogenannte "Debugging" dar. In unserem Konzept bekommt der Benutzer dreifaches Feedback, was die Fehlerfindungsrate, sowie das Verständnis für den Code stärken soll. Durch den visuellen Debugger kann zudem auf manuelle Fehlersuche, wie z.B. das Einsetzen von "prints" (System.out.print, print, trace, ...) verzichtet werden, da der gesamte Ablauf des Programms auf einen Blick zu erkennen ist.