meetUp

Das Projekt meetUp beschäftigt sich im Grunde mit drei verschiedenen grundlegenden Aspekten: Der wachsenden Technologisierung unserer Umwelt, der Präsenz von sozialen Netzwerken in unserem Alltag und der Veränderung unserer gesellschaftlichen Strukturen.

In unserem Alltag sind wir immer mehr von Technik umgeben. Dies gibt uns die Möglichkeit, jederzeit und an jedem Ort, an Informationen zu gelangen und zu kommunizieren. 

Diese Möglichkeit hat uns in vielen Fällen soweit verändert, das sich unser Kontakt von der realen in die virtuelle Welt verlagert. Anstelle unseres Zwischenmenschlichen Kontakts, pflegen wir unsere Freunde auf Facebook.
In manchen Fällen sitzen wir dann mit Freunden am Tisch, doch anstelle einer Unterhaltung, starren wir auf unsere Laptops, Tablets, Smartphones und Handys, und unterhalten uns im schlimmsten Falls auch noch per Kurznachricht oder Chat.
Viele Menschen trifft diese Veränderung jedoch noch härter. Können sie nicht mit der Technik und dem Konsum schritt halten, sind sie vom virtuellen sozialen Leben ausgeschlossen. Andere, die an diesem Leben teilhaben können, verlieren den Bezug zur Realität und rutschen in die Isolation.

Lösungsansatz

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, mit diesem Problem umzugehen. Auf der einen Seite, könnten wir die Technik aus unserem Alltag verbannen und der Technologie einen Riegel vorschieben. Dies umzusetzen, ist schlichtweg unmöglich.
Eine andere Möglichkeit ist es, ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen den oben genannten Aspekten zu finden. In unserem Projekt haben wir deshalb versucht eine Schnittstelle zu bilden, bei der wir die gegebene Technologie, unabhängig vom Medium, dazu nutzen können, Menschen abseits der virtuellen Welt miteinander zu verbinden. Entstanden ist dabei meetUp, eine Plattform für sozialen Kontakt.

Unser Projekt

In die Entwicklung unseres Projekts sind wir mit drei Konzepten gestartet:
Nature, Function und Bricks. Jedes dieser Konzepte baut auf einen anderen Schwerpunkt in Gestaltung, Interaktion und Information. Für alle Konzepte haben wir uns im Voraus mit dem Nutzer und dessen Bedürfnissen auseinander gesetzt.

Der Nutzer

In einem Nutzercluster haben wir die Bestandteile des Alltags von Nutzern betrachtet. Also was sie beeinflusst, was ihnen wichtig ist, was sie ständig bei sich tragen.

 
Nutzercluster.png

Daraus haben wir fünf verschiedene Persona generiert. Diese stehen stellvertretend für die verschiedenen Nutzertypen. Mit Hilfe der Persona konnten wir beispielhafte Szenarien erstellen, in denen wir unsere Idee auf die Probe gestellt haben.

 
000_Persona-02.png
 

Die Konzepte im Vergleich

Elemente und Symbole
Um die visuelle Sprache des Konzepts zu unterstützen, haben wir passende Symbole entwickelt, die wir im System einsetzen können. Die Symbole stehen stellvertretend für Informationen und können so dazu beitragen, die Inhalte der Menüs zu reduzieren.
 
IconsBricks.png
 
IconsNature.png
IconsFunction.png
ScreensBricks.png

Das Konzept Bricks basiert, wie der Name schon andeutet, auf Kacheln. Die Grundform des Quadrats dominiert das ganze System. Visuell setzt Bricks auf klare Formen, flächige Icons und Illustrationen und reduzierte Informationen. Im Verhältnis zu Function und Nature ist das Konzept Bricks sehr schlicht gehalten. 

 

ScreensNature.png

Mit dem Konzept Nature wurde versucht, ein Fenster zur „realen Welt“ zu schaffen. Ansatz war, einen Used-Look, bzw. einen Vintage-Look zu erschaffen, der sich bis auf die Icons durch das ganze System trägt. Durch diese Metapher war es möglich, in neue Richtungen zu schauen, da die Interaktionen durch Verwendung einer solchen Metapher eingeschränkt werden. 

 

ScreensFunction.png

In diesem Konzept lag der Fokus – wie der Name schon sagt – auf Funktionalität. Hierbei lag das Gesamtbild im Vordergrund. Visuell gesehen ist Function relativ neutral gehalten und befindet sich zwischen den beiden anderen Konzepten. Gegenüber Bricks wirkt es verspielt, gegenüber Nature aufgeräumt und schlicht.