NAVIGATION+

Die Fragestellung unseres Projekts im Fach Inventiondesign war: Wie kann ein zukünftiges Navigationssystem im Jahre 2030 an das Bedürfnis der Digital Natives nach personalisierter Vernetzung intuitiv und mit einem Maximum an Funktionalität angepasst werden?

Dieses Projekt ist innerhalb von zwei Kursen entstanden.

Der Forschungsteil dieser Dokumentation entstand innerhalb des Student Research Programmes von Andrea Augsten, dessen Ziele schwerpunktmäßig in der Erforschung der jeweiligen Themengebiete lag. Eine Mentorin aus der BMW Zukunftsforschung unterstütze hierbei  den Arbeitsprozess mit hilfreichen Ratschlägen aus der Praxis. Der zweite Teil dieses Projektes wurde innerhalb des Grundlagen Faches Invention abgelegt, innerhalb dessen die grafische Umsetzung mit einer bestimmten Hardware im Vordergrund stand. Es ist ein innovatives Konzept entstehen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Das Szenario, in dem man sich Prognosen zur Folge zu diesem bestimmten Zeitpunkt beendet, sollte näher beleuchtet und entsprechend an das Konzept angepasst werden. Die mit der Innovation im Zusammenhang stehenden Aspekte sollten wissenschaftlich erforscht und belegt werden, um somit genauer auf die Bedürfnisse der User eingehen zu können und ein stimmiges Konzept zu erreichen.


intelligente nav


Ziel war es, eine Lücke in der Zukunft zu finden, die eine Innovation fordert. 

Daraus erfolgte die Erkenntnis, dass die Verfügbarkeit von Arbeit in den Städten eine Landflucht zu Folge hat und auch in Zukunft starken Einfluss auf die Demografie haben wird. Die Bildung von sogenannten Megacitys fordert ein neuartiges Navigationssystem, das nicht nur den Weg von A nach B beschreibt, sondern die Bedürfnisse neuartiger Formen der Mobilität miteinbezieht. Der Trend führt zusätzlich dazu, dass alles miteinander verknüpfen ist, sodass das private Leben, der Haushalt, die Arbeitswelt und Freizeitaktivitäten alles in einem Device verfügbar ist. Ein einem zweiten Schritt wurde dieses Bedürfnis nach einem intelligenten Navigationssystem der Zukunft untersucht und ins Detail recherchiert. Der Funktionalismus und Minimalismus soll im Vordergrund stehen, um zu viele Informationen durch das Navigationssystem im Auto auszuschließen. Das Thema unseres Invention-Projektes ist damit ein intelligentes Navigationssystem der Zukunft 2030, das den User durch den Alltag führt.

Daher beschäftigten wir uns mit der Fragestellung:


Wie kann ein zukünftiges Navigationssystem im Jahre 2030 an das Bedürfnis der Digital Natives nach personalisierter Vernetzung intuitiv und mit einem Maximum an Funktionalität angepasst werden?

Unsere Navigation+ soll zum einen eine verbesserte und deutlich einfachere Informationsstruktur aufweisen, um den User effektiv und effzient an sein gewünschtes Ziel zu führen. Die Umsetzung soll auf einer neuen Hardware erfolgen, einem transparenten Display in der Windschutzscheibe, um ein Mapping in die Realität zu erzeugen. Die Navigation und damit das Interface soll also direkt in die reale Umgebung eingebettet werden. Gestensteuerung und Sprachsteuerung sollen hier wichtige Elemente werden, die zur Erleichterung der Bedienbarkeit beitragen. Die Darstellung der Karte soll damit auch viel benutzerfreundlicher gestaltet werden und zu intuitivem Verständnis des Interfaces führen. Da in naher Zukunft die Verknüpfung aller Bestandteile des Lebens immer wichtiger wird, soll auch dieser Aspekt Einfluss auf den Funktionsumfang nehmen. Individuelle Bedürfnisse sollen von einem intelligenten System erfasst werden können, um so eine optimale unterstützende Funktion zu erreichen.

Das finale Konzept umfasst den Funktionsumfang des Navigationssystems, eine erste Idee des Interfaces und die Auseinandersetzung mit unseren Problemstellungen. Unser größtes Problem, das es zu lösen galt, war vor allem die Informationsüberflutung. Jeglicher Eingriff in das Sichtfeld des Fahrers könnte zu einer Gefahr werden, wenn das Interface nicht zur richtigen Zeit das richtige anzeigt. Farben und Icons mussten also schnell und einfach zu erkennen sein, um möglichst wenig Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Der Fahrer sollte sich also möglichst wenig mit dem Interface auseinandersetzten müssen.


Funktionen

Alle Lebensbereiche sind mit dem Auto vernetzt. Die Hauptnavigation trennt diese in die Kategorien Anrufe, Nachrichten (sowohl E-Mails, SMS, Whatsapp, etc.), Navigation, Terminer und Haushalt.


verknüpfung

Anrufe

Einkommende Anrufe werden hierbei über die Freisprechanlage entgegengenommen. Ein inaktiver Modus ermöglicht es dem User diese Anrufe zu einem bestimmten Zeitpunkt direkt auf die Mailbox umzuleiten, und den Anrufenden darüber zu informieren, dass man zurzeit unterwegs ist und später zurückruft.

Werden im Telefonat wichtige Termine besprochen oder Telefonnummern vorgelesen, frägt das System, ob es diese Daten in den Terminer oder in die Kontaktliste übertragen werden sollen.

 

Nachrichten

Die Nachrichten umfassen in der Standardversion jegliche Nachrichten, egal ob e-mail, SMS oder Internetdienste wie Whatsapp, Skype und Xing. Der User bekommt hier beim Einrichten seines persönlichen und individuellen Navigation+ die Frage gestellt, welche Nachrichten er auch im Auto empfangen möchte.

Generell können Nachrichten nur gelesen werden, wenn man sich im Stand oder Schrittgeschwindigkeit beendet. Dies könnte im Stau geschehen oder beim Warten an einer roten Ampel. Die Benachrichtigung, dass eine Nachricht eingetro_ en ist, _ ndet auch bei höheren Geschwindigkeiten statt und gibt dem Benutzer zumindest die Information, dass eine Nachricht eingetroffen ist. Durch den integrierten Vorleser im Auto, können die Nachrichten per Knopfdruck vorgelesen werden und durch eine Spracheingabe auch beantwortet werden bei höheren Geschwindigkeiten.


Navigation

Die Navigation ist nicht nur ein Wegführer von A nach B. Vor allem im Alltag kann die Navigation viel Zeit im Stau ersparen und individuellen Bedürfnissen wie z.B. einem

Sparmodus oder umweltfreundlichem Modus gerecht werden. Die Navigation _ ndet auch nicht wie üblich auf einem zweidimensionalen Device statt. Das Mapping _ ndet direkt in der Realität statt, wodurch einfach die Straße, der man folgen soll, blau gefärbt wird. Be_ ndet man sich auf alltäglichen Wegen, in der man keine Navigation aktiviert, wird man trotzdem über Gefahrensituationen, neue Baustellen oder aktuelle Staus informiert und eine alternative Strecke wird aufgezeigt. Erkennt das System, dass man die Geschwindigkeit überschritten hat und ein Blitzer naht, wird man darüber frühzeitig informiert. Bei geringer Geschwindigkeitsüberschreitung ist eine automatische Herunterbremsung auf die erlaubte Geschwindigkeit möglich, ohne den Benutzer zu überraschen und ihn damit in eine Gefahrensituation zu bringen. Wenn man trotzdem geblitzt wurde, erfährt man sofort mit wie viel und welche Strafe auf einen zukommt.

Die genannten individuellen Modi schließen das im Exposé erarbeitet Szenario einer zukünftigen Gesellschaft 2030 ein. Da neue Formen der Mobilität vor allem in den größer werdenden Großstädten Prognosen zu Folge eine immer stärkere Rolle spielen werden, hat man mit diesem Navigationssystem auch die Möglichkeit z.B. sich über Mitfahrgelegenheiten zu informieren. Es wäre hierdurch möglich beim Fahren informiert zu werden, dass ein Mitfahrer auf dieser Strecke einen Fahrer sucht. Auch könnte man sich das Navigation+ System in Autos der Carsharing Firmen vorstellen. Hier könnte der kürzeste Weg zum nächst-möglichen Abstellort angezeigt werden. Auch Touristen, die das Carsharingsystem zur Erkundung der fremden Stadt nutzen, eine Stadtführung durch die Anzeige einer Kontur um die Sehenswürdigkeit mit textueller Benennung zu ermöglichen. Favorisierte Lokale, Restaurant oder Unterhaltungsmöglichkeiten, könnten dem Benutzer angezeigt werden und ihn dabei unterstützen, sich in der fremden Stadt schnell zurechtzufinden.


stau

Terminer

Im Terminer sind sowohl alle Termine, die ähnlich wie in den Nachrichten aus verschiedenen Bereichen ausgewählt werden können, wie zum Beispiel der SmartphoneKalender oder Events aus Facebook. Über die angegebenen Kalendereinträge wird man rechtzeitig informiert und man kann neue Termine über die Sprachsteuerung angeben. Doch der Termin wird nicht nur nach Datum und Uhrzeit registriert, sondern auch inhaltlich. Ist zum Beispiel ein Geburtstag eingetragen, so wird man nicht nur an diesen erinnert, sondern auch daran ein Geschenk zu besorgen. Das intelligente System geht sogar noch einen Schritt weiter und könnte über die Person, die Geburtstag hat Informationen über Vorlieben registrieren. So könnte man die Information bekommen, dass die Person gerne Schokolade ist und ihr Lieblingsparfüm von Jette Joop ist. Das Navigationssystem greift dabei automatisch auf den Terminer zu. Man stelle sich vor im Terminer steht, dass an diesem Tag eine Fahrt nach Dortmund geplant ist. Wenn der Benutzer das Auto startet, aktiviert sich die Navigation automatisch und die Route ist bereits eingegeben.


geschenk nah

Smarthome

In der Zukunft 2030 geht man Prognosen zur Folge davon aus, dass alles miteinander verbunden ist. In unserem Szenario gehen wir also davon aus, dass das Auto wissen kann, was im Haushalt vorhanden ist und was nicht. Es weiß also zum Beispiel, was im Kühlschrank noch vorhanden ist, oder welche Produkte abgelaufen sind. Unser intelligentes Navigationssystem registriert nun, sobald wichtige Dinge im Haushalt fehlen und benachrichtig zur richten Zeit. Fährt man zum Beispiel auf dem Rückweg von der Arbeit an einem Supermarkt vorbei, wird man über das fehlende Produkt erinnert.