Hybrid Wearable Device

Invention Design I bei Prof. Jörg Beck. Studenten: Kim Heller, Nikolas Pournaras. Sommersemester 2013

PROJEKTBESCHREIBUNG

Heute leben wir in einer Welt, in der Technologie unser Leben beinahe vollständig ausfüllt. Jeder Lebensbereich wird durch den Einsatz von Technik erleichtert, verbessert und angenehmer gestaltet. Über die Jahre hinweg entstand in der Gesellschaft eine immer größer werdende Akzeptanz neuer Medien und technologischen Entwicklungen. Der Fortschritt wächst exponentiell, Technologie die vor ein paar Jahren noch undenkbar war ist heute im alltäglichen Gebrauch. Doch genau an diesem Punkt jener Entwicklungen stellt sich die Frage, wohin dieser Fortschritt und in diesem Zusammenhang auch die Gesellschaft sich weiterentwickeln wird. Dabei war dieses Projekt bewusst nicht auf „morgen“ ausgelegt sondern soll einen Ausblick in die Zukunft, auf „übermorgen“ geben. Anhand des über das Semester hinweg entwickelten Szenarios zeigte sich deutlich der Scheideweg zwischen Moral und Technologiewahn. Und es stellte sich eine Frage: Bis zu welchem Punkt ist diese Entwicklung tragbar? Wir entschieden uns der Bearbeitung dieser Frage für den kritische Übergangsphase dieser technologischen Evolution und manifestierten unsere Überlegungen in einem am Arm getragenen, teilweise mit dem Benutzer verschmelzenden Device.

 

HYBRID WEARABLE DEVICE

Thema des Semesterprojekts war neben den theoretischen Überlegungen ein am Handgelenk getragenes Device, dass die Grenze zwischen der heutigen Realtät und der zukünftigen Human Augmentation aufzeigt. Dieses Device arbeitet mit Hirnstrommessung und bisher noch nicht ausgereiften Technologien, die innerhalb der nächsten Jahrzehnte aber definitiv vorzufinden sein werden. Das Device an sich besteht aus einem transparenten, stoffartigen Display, welches somit immer noch am Körper des Benutzers getragen wird und nicht bereits Teil dessen ist. Der entscheidende Punkt ist also in diesem hybriden Zwischenschritt der technologischen Entwicklung, dass keinerlei operativer Eingriff in den menschlichen Körper von Nöten ist.

 

KOMMUNIKATION AN DER SCHNITTSTELLE

Nachdem ein operativer, die Fähigkeiten des Menschen erweiternder Eingriff im Vorhinein ausgeschlossen wurde, fand sich schließlich eine Möglichkeit über einen außen am Kopf angebrachten Chip die Hirnströme zu messen und zu interpretieren. Diese Messungen bilden die Grundfunktionsweise des Hybrid Wearable Device und bilden eine intelligente Präsenz die das System nach außen hin automatisiert erscheinen lässt. Durch diese künstliche Intelligenz werden beispielsweise wichtige Termine durch Sprache und Gedanken registriert und mit den bereits gesammelten Daten abgeglichen um so ein individuell an den Nutzer angepasstes und präzises System zur Alltagsorganisation zu generieren.

SchaubildEins

 

 

ERFAHRBARES EXPONAT

Die über das Semester behandelte Thematik soll einem Außenstehenden möglichst nahe gebracht werden. Dazu wurde ein erfahrbares Ausstellungskonzept entwickelt, dass dem Betrachter über mehrere Stationen hinweg das Projekt erklärt. In 3D-Renderings wurde dieses Ausstellungskonzept erstmals simuliert und am Ende dann in abgeänderter Form auch realisiert.

RenderingEinsRenderingZwei

 

 

PROJEKTIONSAUFBAU

Kernstück des erfahrbaren Exponats bildet ein Projektionsaufbau. Über den Einsatz von Projection Mapping wird hierbei eine Projektion auf den linken Unterarm des Betrachters abgebildet, die sich mit dem Arm bewege, sobald der Betrachter seine Position ändert. Der erzielte Effekt soll dabei sein, dass durch diesen Aufbau simuliert werden soll, wie ein solches Device sich in Zukunft mit dem Benutzer vereint, sodass man meinen könnte die Oberfläche sei Teil des Menschlichen Arms. Im Hintergrund arbeitet dieser Aufbau mit einer Kinect und einem Kurzdistanz-Projektor, die beide über die Softwareschnittstelle VVVV angesprochen werden.

AufbauEins

 

 

 

 

AufbauZwei