BeeMa

In unserem Projekt beschäftigten wir uns mit der Verbesserung der Wissensvermittlung. BeeMa vereint Projektion und Tracking und ist eine Ergänzung zu herkömmlichen Lehrmitteln wie zum Beispiel dem Schulbuch.

Im Kurs Invention Design 1 beschäftigten wir uns mit neuen Technologien und skizzieren dafür Anwendungsbereiche in der Zukunft. Wir entwickelten das Device „BeeMa“, dieses vereint Projektion und Tracking. Der Anwendungsbereich liegt hauptsächlich in der Schule, kann aber auch zuhause von jedem Schüler individuell genutzt werden. Der BeeMa kann ergänzend zu herkömmlichen Lehrmitteln wie zum Beispiel dem Schulbuch eingesetzt werden, um Wissen verständlicher zu vermitteln. Im Rahmen unsere ausführlichen Recherchearbeit beschäftigten wir uns näher mit Didaktik. Uns interessierten besonders die Probleme die aktuell noch im Schulalltag auftreten. Zusätzlich wollten wir aufdecken welche Probleme es allgemein bei der Wissensvermittlung gibt und wie diese mit Hilfe von Tracking un Projektion behoben werden können. Welche Inhalte werden durch Interaktion leichter verständlich? Wie sieht der Unterricht in Zukunft aus? Im Zuge dieser Recherche wurde für uns klar, dass wir versuchen wollten auf die verschiedenen Lerntypen und somit auch individuell auf die Probleme der einzelnen Schüler einzugehen. Außerdem spielte die Möglichkeit eigenständig arbeiten zu können für uns eine große Rolle.

 

Während des Semesters haben wir vier verschiedene Szenarien für unterschiedliche Fächer aber auch Jahrgangsstufen ausgearbeitet, um die weite Übertragbarkeit darzustellen. 

Im ersten Szenario „Chemie“ (ca. 7.Klasse) kommt der Baukasten zum Einsatz. Der Schüler bekommt die Aufgabe die Molekülstuktur H2O zu legen. Durch das anordnen der Baukastenelemente auf dem eigenen Schultisch bekommt die Übung einen spielerischen Ansatz. Der Schüler lernt visuell und bekommt gleichzeitig haptisches Feedback. 

 Beim zweiten Szenario befinden wir uns im Deutschunterricht der 1.Klasse. In unserer Beispielübung lernt das Kind ein „A“. Hierzu wird ein ganz normaler Stift und Papier verwendet. Das „A“ wird mit einer Animation und mit Hilfe des BeeMa’s auf das Blatt projiziert. Hierbei wollten wir auf keinen Fall auf die herkömmlichen Mittel von Stift und Papier verzichten um das Gefühl von herkömmlichem schreiben nicht zu verlieren.

Das dritte Szenario findet im Fachbereich Biologie statt. In unserer Übung muss der Schüler seine Hand auf den Tisch legen. Auf diese werden dann die einzelnen Handknochen projiziert und die Namen der einzelnen Knochen angezeigt. Der große Mehrwert dieser Übung besteht darin, dass die Kinder die Knochen auf ihrer Hand sehen können, diese gleichzeitig aber auch durch Abtasten der eigenen Hand fühlen können. 

In unserem letzen Anwendungsfall, im Fach Astronomie soll der Mehrwert der gemeinsamen Nutzung von Buch und BeeMa deutlich gemacht werden. Die Schüler können einzelne interaktive Grafiken und Übungen, welche in dem Schulbuch gekennzeichnet sind, per Drag and Drop aus ihrem Buch ziehen und diese auf ihrem Tisch bearbeiten. Die herkömmliche Gestensteuerung, die der User bereits erlernt hat, haben wir hier übernommen um  Bedienung so intuitiv wie möglich zu gestalten. Die einzelnen Grafiken und Texte können hier zum Beispiel gedreht werden, was besonders praktisch für Gruppenarbeiten ist. Zusätzlich können einzelne Details ausgewählt und näher untersucht werden.