Augmented Learning

Mithife der Augmented Learning App kann der User über eine digitale Brille direkt im Urlaub eine fremde Sprache einfach und nachhaltig erlernen.

Konzeptphase

 

In der Konzeptionsphase unseres Projekts haben wir versucht, die optimalen Möglichkeiten für ein digitales Sprachlernsystem, sowohl im technischen als auch im prinzipiellen Sinn, auszuloten und für uns festzulegen.
Wir haben verschiedene Versionen und Visionen kombiniert und bewertet: Was lässt sich wahrscheinlich in einigen Jahren umsetzen, was möchten die Nutzer, was für Kosten entstehen, was ist nachhaltig, wie gehen wir mit der Technik um?
Unsere drei Hauptinspirationsquellen waren zum einen die Sprachlernsoftware Rosetta Stone, die bereits heute erfolgreich neue Lernkonzepte umsetzt, das Projekt Google Glasses, das in naher Zukunft (2013) schon die meisten technischen Grundlagen für Augmented Learning bietet, sowie die digitalen Kontaktlinsen der University of Washington, die zwar bereits erfolgreich getestet wurden, aber zur Zeit noch sehr begrenzt sind was Anwendungsmöglichkeiten betrifft.

 

Konzept

 

Technische Grundlagen

 

Bis jetzt ist nur eine erfolgreiche Inbetriebnahme von einer einzigen LED gelungen, für die nächste Zeit aber planen die Forscher ein Array von 600x600 LEDs umzusetzen, was auch für die Darstellung komplexerer Muster ausreicht. Die LEDs sind semitransparent, dadurch, und durch Minilinsen auf der Kontaktlinse zwischen Auge und optischer Linse, wird ein optischer Effekt erzeugt, was die LEDs ca. 0.5m vor dem Benutzer der digitalen Kontaktlinse erscheinen lässt.

Alle Bauteile der Kontaktlinse sind bereits in der benötigten minimalen Grösse umgesetzt worden, außer die Batterie - Hier stehen zwei alternative Energiequellen zur Verfügung: Eine Stromversorgung per Solartechnik oder mithilfe von RF Technik. Bei der Solartechnik würden nach Abzug noch 30 Mikrowatt Leistung zur Verfügung stehen, bei der RF Technik, bei der über Mikrowellenstrahlung Energie aus einem Device in der Hosentasche des Benutzers über eine Antenne in der Kontaktlinse empfangen wird, 100 Mikrowatt.

Letztendlich haben wir uns gegen eine digitale Kontaktlinse und für eine digitale Brille entschieden, weil bei letzterer ein Einbauen von Sprachsteuerfunktionen realistischer ist. Da der Sprachtest einer Sprache eine unserer Hauptfunktionen ist, war dies wichtig für uns. Außerdem ist es für die Benutzer ungewohnter, eine Kontaktlinse einzusetzen, als einfach eine Brille aufzuziehen.

Die Brille hat neben einem patentieren Nasenbügelsensor, einer Sprachsteuerung mit Entfernungs-und Richtungserkennung der Audioquelle außerdem GPS, einen leistungsstarken Prozessor, eine 4G Internetverbindung und eine Kamera, welche in niedriger Auflösung die Umgebund filmt und die Daten an die Google-Database liefert. Dort werden sie ausgewertet und so können Zusatzinformationen auf dem Brillendisplay angezeigt werden.

 

Linse

Foto: University of Washington

 

Wie funktioniert Augmented Learning?

 

Bei Aktivierung erscheinen bei verschiedenen Objekten in der Umgebung, abhängig von Einstellungen wie Schwierigkeitsstufe oder Lernschwerpunkt, ein Popup mit dem Namen des Objekts in der eingestellten fremden Sprache. Bei Fixierung auf das "+" wird die Übersetzung in die eigene Sprache angezeigt, außerdem die Möglichkeit, das Objekt zur eigenen Lernliste hinzuzufügen.

Es können Fotos von der Umgebung gemacht werden, die erkannten Objekte werden ebenfalls zur Merkliste hinzugefügt. Diese Liste kann zu einem beliebigen Zeitpunkt zum Wiederholen der Vokabeln durchgegangen werden; auch mittels einem Sprachtest zum Üben der eigenen Aussprache.

Weitere Funktionen, die bis jetzt noch nicht in die App integriert werden konnten, sind verschiedene Spiele (Stichwort Gamification - erhöht die Lernmoral des Benutzers und den Lernerfolg), das Zusammenwirken mehrerer Brillenträger in einem Umfeld (Lerngruppen) und andere Funktionen wie eine Karte oder einer Stadttour, die alle nebenbei das Lernziel des Users unterstützen sollen und untereinander vernetzt sein sollen.

 

ScreenEins

 

ScreenZwei

 

ScreenDrei

 

Die Dokumentation und ein Simulationsvideo befinden sich im Anhang.