Link - eine Augmented Reality Applikation zur barrierefreien Kommunikation für Hörgeschädigte im auditiven Umfeld

Link ist eine Augmented Reality Lösung zur Überwindung von Kommunikationsbarrieren zwischen Hörgeschädigten und Hörenden. Sie hilft dabei, Menschen mit und ohne Handicap zusammenzuführen und zu verbinden, indem die zwischenmenschliche Kommunikation vereinfacht wird. Da eine Hörschädigung nicht sichtbar ist, werden die Betroffenen beim Thema Inklusion oft von der Gesellschaft vergessen und somit zu einer Randgruppe. 

Hier schafft diese Anwendung Abhilfe. Sie fördert das Eingliedern und Einbeziehen der Hörbeeinträchtigten in die alltägliche Kommunikation und verbessert die Integration in die Gesellschaft deutlich.
 
Die Front-end Applikation in einer Augmented Reality Brille unterstützt den Hörgeschädigten und transferiert verbale Signale in Gebärden
oder Texte. Wenn sich der Nutzer für die Gebärdendarstellung entscheidet, wird ihm das Gesprochene von einem dreidimensionalen Avatar in Gebärden übersetzt. Bei der Visualisierung des Gesprochenen in Textform, bedient sich Link der Präsentationsart Rapid serial visual Presentation. Dabei wird jedes Wort einzeln angezeigt und somit die Lesegeschwindigkeit erhöht. Diese Art des Lesens wird als Speed Reading bezeichnet. 
Um eine funktionierende Kommunikation zu gewährleisten, übersetzt Link die Gebärden des Hörgeschädigten für den Hörenden in Lautsprache. Dadurch können alle möglichen Kommunikationskonstellationen bewältigt werden.
 
Um dem Nutzer einen weiteren Mehrwert zu bieten, erhält er durch Link einen räumlichen Eindruck in das auditive Umfeld. Indikatoren zeigen an, aus welcher Richtung akustische Reize kommen und wie prägnant diese sind. Diese auditive Lokalisierung hilft die Position der Audioquelle zu ermitteln und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Ereignis. Dadurch können Hörgeschädigte Warnsignale und Hinweise wahrnehmen. 
 
Link ist ein Kommunikationsmittel zur Decodierung akustischer und visueller Signale und hilft Hörgeschädigten die Einschränkungen, die sie durch den Schaden ihres Sinnesorgans erleiden zu kompensieren. 
 
Das ist ein wichtiger Optimierungsbaustein auf dem Wege zur vollständigen Barrierefreiheit.