Gitarreninterface

Inspiriert durch Mesuts Leidenschaft zur Musik entschieden wir uns im Fach Interface Design 2 ein Experiment einzugehen und eine unkonventionelle Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine zu konzipieren.

 

Die Grundidee sich technologisch an der E-Gitarre zu orientieren und mit der daraus entstehenden Schnittstelle zu agieren entstand innerhalb der ersten Woche. Wir wollten die Funktion des Tonabnehmers mit der darüber schwingenden Saite für unser Interface adaptieren. Visualität sowie Habtik sollten eine Harmonie eingehen.

Geplant ist, eine Stehle zu bauen welche in einem Messekontext zum Einsatz kommt. In ihr sind ein Screen sowie das Interface eingelassen. Auf intuitive sowie spielerische Weise soll der Nutzer sich mit dem Objekt vertraut machen. Unser Hauptziel ist eine neue Perspektive auf die Bedienungsart von Maschinen zu erzeugen und dem breiten Publikum eine interessante Alternative zu bieten.

 

Recherche

Trotz dieser frühen Zielvorstellung gehörte eine bodenständige Recherche selbstverständlich zum Projektstart.

Mit Hinblick auf unsere spätere visuelle Ausgabe recherchierten wir in der Musikgeschichte. Wir wollten herausfinden wie die E-Gitarre evolutionär entstanden ist und welche musikalischen Stilrichtungen ihre Existenz der Gitarre verdanken. 

 

Musik 

 

Erste Ansätze lauteten eine Art Coverflow mit den Saiten zu navigieren. Aus dieser Idee entwickelte sich Stück für Stück unser aktuell gültiges Konzept. Neben diesen ganzen konzeptionellen und gestalterischen Anforderungen ist der technologische Bestandteil ein ganz wesentlicher. Das Ganze soll nicht nur ein attraktives Gesicht besitzen sondern die interaktive Erfahrbarkeit ist der Schlüssel des Konzeptes und deshalb musste unser Konzept definitiv auch funktional umgesetzt werden. Hierfür war es notwendig ein solches Device zu bauen es elektronisch an den Computer anzubinden sowie es letztendlich zu programmieren.

 

Konzept - Gitarreninterface

Unser Konzept sieht nun wie folgt aus:

Das von uns entwickelte Device wird zusammen mit einem 23" Display in einer stehle verbaut. Der Nutzer kann im Stehen mit seinen Fingern die Musikgeschichte mit Hilfe epochaler Bands und Musiker erfahren. Die Saiten des Device sind mit Funktionen belegt mit denen sich der Nutzer durch die grafische Anwendung navigiert. Neben eben dieser interaktiven Möglichkeit eine digitale Anwendung habtisch zu steuern kann der Nutzer je nach Belieben dabei etwas über diese wichtigen musischen Künstler erfahren. Die Anwendung beinhaltet eine chronologische Reihenfolge der Interpreten und tiefergehende Infos zu diesen.

 

Unsetzung

Zuerst bauten wir eine eigene E-Gitarre und testeten ob diese in ihrer Form funktioniert. Parallel zu der Programmierphase der Gitarre konzipierten wir unsere Screendarstellung sowie recherchierten Bands. Zur Bandrecherche gehörte eine Ansammlung derer Alben sowie dazugehörige Songs und Bandinfos anzusammeln. Diese Daten werden via XML-Dokument in die Animation importiert, welche auf AS3 basiert und schließlich als SWF ausgegeben wird. Durch die XML-Methode können jederzeit die Bands und ihr Inhalt ausgetauscht oder erweitert werden.
 
gitarre

 

stehle

 

 

Die E-Gitarre


Sie besteht hauptsächlich aus Holz und Schrauben. Mehrere Evolutionsschritte ließen ihr Äußeres immer mehr verändern. Oben zu sehen ist die aktuelle Version, bei der mittels Tuner die Saitenspannung reguliert werden kann sowie der Abstand des Tonabnehmers variabel ist. Die Saitenösen werden durch ein Vierkantrohr aus Aluminium geführt und mit dem oberen Ende in die Tuner eingefädelt. Die Breite der gesamten Gitarre beträgt 440mm. Ergänzend zu den Saiten wird noch ein Poti in die Blende der Stehle eingelassen, welcher die Lautstärke und Zoomstufen unserer Anwendung steuert.

 

Die Stehle

Diese besteht aus MDF mit Grundierungsfolie. Auf Gehrung gesägt wurde das ganze dann mit Lamellos verleimt. Dank an Ralf für seine Unterstützung an dieser Stelle. Der Innenausbau muss das Display, den Computer, das Interface und eine externe Soundkarte aufnehmen. Das Display und die Gitarre liegen auf Holzstreifen unterhalb der Oberkante. Final wird die Stehle mit einer Blende versehen sodass nur der Screen und die Gitarre sowie der Poti zu sehen sind. Auf der Rückseite ist ein Gitter angebracht um für genügend Kühlluft zu sorgen. Letztendlich wurde die Stehle schwarz lackiert.

 

Der Code

Als Folge erster Experimente mit Sound Ein- und Daten Ausgabe, wurde die Programmierung relativ früh in zwei Bereiche aufgeteilt. Um zuverlässig zu erkennen welche Saite der Gitarre angespielt wird, werden in Processing mit Hilfe des Tonabnehmers Erfahrungswerte abgefraft, mit der Eingabe abgeglichen und schließlich als Information ausgegeben. Diese Information wird daraufhin an Flash gesendet und visuell umgesetzt. Neben der Navigation findet im Processing auch die Wiedergabe und Lautstärkereglung der Songs statt, die beim betrachten der Alben abgespielt werden.

 

Fertiges Objekt

 
final1
 
 
final2


final3