»Tiefsee« - Interaktive Installation

Interaktives Ausstellungsexponat

Projektbeschreibung

»Tiefsee« ist eine interaktive Installation über die Fische der Tiefsee, die dem Benutzer ein »sinnliches« Erlebnis bietet und gleichzeitig anschaulich Wissen vermittelt.

Der Besucher stellt sich auf eine »Plattform« und lässt mit einem Drehrad ein U-Boot in die Tiefsee tauchen. Dabei begegnet er Fischen, die mit zunehmender Tiefe immer seltsamer werden. Zu den Tiefseefischen werden Informationen über Nahrung, Vorkommen und Besonderheiten angezeigt. Wenn der Besucher auf einen Fisch stößt, spürt er ein Vibrieren der Bodenplatte auf der er steht. Ein Rauschton verdeutlicht außerdem den enormen Druck in bis zu 10.000 Metern Tiefe. Es soll ein fast schon unangenehmes Gefühl im Magen des erzeugt werden. Je tiefer der Besucher ins Meer taucht umso lauter wird der Ton.


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 Tiefseeprojekt

Technische Umsetzung

Um das hochauflösende Videomaterial der Fische aus dem Film »Deep Blue« mit den Flash-Infografiken zu verbinden wurde vvvv gewählt. An das Drehrad wurde ein »PowerMate« der von Griffin Technology montiert, das ist ein Eingabegerät das Y-Mauskoordinaten ausgibt. Der Mausfokus liegt auf dem linken Display und steuert die die Position der U-Bootgrafik. Die Werte werden zusätzlich in vvvv interpretiert um das Ein- und Ausblenden der Videos zu steuern. Das Tiefendiagramm auf dem linken Bildschirm wird von einem Flashrenderer ausgegeben, die Videos der Tiefseefische werden auf dem mittleren Bildschirm mit DirectX dargestellt. Beim Drehen des Steuerrades wird zwischen der Auf- und Abbewegung unterschieden. Wenn sich das U-Boot in die Tiefe bewegt wird ein Video mit Plankton das nach oben steigt angezeigt. Bewegt sich das U-Boot nach unten, wird das gleiche Video rückwärts abgespielt. Wenn sich das U-Boot über dem Wasser befindet, wird ein Video mit der Meeresoberfläche dargestellt. Beim Eintauchen wird das Video ausgetauscht und der Besucher sieht eine Animation bei der die Kamera ins Wasser eintaucht.

Für das haptische Feedback haben wir einen sogenannten »Bodyshaker« benutzt. Das sind Körperschallgeneratoren, die einen fühlbaren Bass erzeugen, den man im günstigsten Fall nicht hört. Der Rauschton wird von einem Subwoofer erzeugt dessen Lautstärke ebenfalls über die Y-Mauskoordinaten reguliert wird. Da der Bodyshaker bei der Frequenz des Subwoofers ungewünschte Geräusche macht, sind zwei Soundkarten erforderlich. Eine Soundkarte steuert den Subwoofer und eine weitere den » Bodyshaker«.


Tiefseeprojekt Screenshot