Bachelorthesis 2nd Screen – interaktiver Fernsehkonsum mit dem Tablet-PC

“2nd Screen” unterstützt beim alltäglichen Fernsehkonsum. Gesehenes geht oft aufgrund unserer eingeschränkten Aufnahmefähigkeit verloren. Die Tablet-App hilft dieses festzuhalten, aufzubereiten und fortzuführen.

“2nd Screen” unterstützt beim alltäglichen Fernsehkonsum. Gesehenes geht oft aufgrund unserer begrenzten Aufnahmefähigkeit verloren. Die Tablet - App hilft dieses festzuhalten, aufzubereiten und fortzuführen.

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Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Aus medialer, technologischer und kommunikativer Sicht in dem vergleichsweise tiefgreifenstem Wandel seit dem Buchdruck. Stets abrufbare Informationen, sowie permanent vernetzte Endgeräte, verändern unser Kommunikations- und Sozialverhalten.

Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten das Fernsehen, Massenmedium des 20 Jahrhunderts, stellt man folgendes fest: Es ist nach wie vor stärkstes Leitmedium in der Gesellschaft mit einer Verfügbarkeit von 95 Prozent in deutschen Haushalten. Im Kern folgt das Medium aber immer noch einem Sender-Empfänger-Modell, das angesichts der oben beschriebenen Entwicklung nahezu archaisch wirkt.

Die meisten Menschen wollen und werden in Zukunft von unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Endgeräten, stationär oder mobil, auf Informationen zugreifen. Menschen, Medien und Informationen werden immer stärker vernetzt. Die Verwendung des Mediums Fernsehen findet nicht mehr isoliert statt sondern weicht immer stärker einer plattformübergreifenden Nutzung.

Meine Thesis setzt an dieser Stelle an und nimmt sich die Entwicklungen zur Chance. 

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“2nd Screen” wurde als Anwendung für den Tablet-PC, wie zum Beispiel für das Apple iPad konzipiert. Parallel zum laufenden Fernsehprogramm kann der Nutzer Denkanstöße durch die Sendung vertiefen. Darüber hinaus ermöglicht es ihm die Anwendung, diese Anstöße bequem in der Cloud (Online-Speicherplatz) abzulegen. In neuem Kontext kann das Gespeicherte dann jederzeit von anderen Endgeräten, wie etwa dem PC oder Smartphone aufgerufen werden und gerät nach dem Ausschalten des TVs nicht in Vergessenheit.

Beispielsweise hält der NutzerIn so interessante Anstöße/Artikel zu einer Reportage fest und greift sie am nächsten Tag über den PC wieder auf. In neuem Kontext ist der Nutzer eher zu detaillierter Informationsaufnahme und Bearbeitung bereit. So gehen die wertvollen Anstöße durch das Fernsehen nicht verloren und können vertieft werden.

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Fernsehen liefert oft beeindruckende Bilder die allzu schnell verblassen. 2nd Screen bietet hier ein Snapshot-Feature. Sieht der NutzerIn beispielsweise eine Dokumentation, können einzelne Bilder daraus gespeichert werden. In einem digitalen Fotoalbum geht so das Erlebnis der Sendung nicht verloren. Das eigentliche Erlebnis der Sendung, beziehungsweise die User Experience bleibt so über das Ausschalten erhalten.

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Neben dem informellen Mehrwert des vernetzten Fernsehkonsums hebt das Projekt außerdem die soziale Komponente hervor. Ähnlich dem Fernsehschauen in ein und demselben Raum mit Freunden, ist der NutzerIn über die Anwendung mit ihnen verbunden und kann das Erlebnis teilen.

Bewegende Momente, wie zum Beispiel während eines Fussballspiels, finden dann sozusagen auf der größten Couch der Welt statt. Wie vom Fernsehen oft suggeriert ist man so mittendrin, hat Teil am großen Ganzen und kann das eigentliche Erlebnis selbstständig bereichern.

Neben bisher beschriebenen Funktionen macht es "2nd Screen" darüberhinaus möglich, den TV über das angeschlossene Tablet zu steuern. Das heißt, parallel zu jeder beliebigen Task, kann der NutzerIn den Sender wechseln, die Läutstärke justieren o.ä.. Darüberhinaus leitet die Applikation den NutzerIn bei der Wahl des entsprechenden Senders an. Neben einer Preview-Funktion und Senderlisten, unterstützen soziale Graphen und der ocial buzz als Indikatoren ("Wer meiner Freunde und Bekannten schaut was?"). 

 

Detaillierten Zugang zu meinen Projekten erhalten sie unter  http://www.carstenhenschel.de oder auf Anfrage per Mail an carstenhenschel@me.com