Interaktives Spiegelbild

Ein interaktives Spiegelbild dass dem Betrachter eine räumliche Projektion verschiedener Organe bietet.

Konzept

Dieses interaktive Spiegelbild beruht auf einer Rückprojektion hinter einem Spionspiegel. Der Benutzer sieht sein eigenes Spiegelbild in dem Spionspiegel. Da der Spionspiegel aber halbdurchlässig ist, kann der Benutzer helle Objekte hinter dem Spiegel erkennen. Dies ermöglicht es, Objekte räumlich in das Spiegelbild des Benutzers zu projizieren. Solange der Benutzer im selben Abstand zum Spiegel steht, wie die projektionsfläche sich hinter dem Spiegel befindet, hat es für den betrachter den Anschein, die projizierten Objekte befinden sich räumlich in seinem Spiegelbild.

 

Die Idee beruht auf dem sogenannten "Peppers Ghost Effect", der in Theatern oft genutzt wird. Hierbei kann man durch Lichttechnik und verschiedene Gläser Objekte frei im Raum stehend auf die Bühne projizieren.

 

Installationsaufbau

Das ganze Projekt steht und fällt mit dem Licht und der Qualität der Bauteile. Der Spionspiegel war eine Leihgabe der Firma Thiele Glass. Er ist vom Typ SAINT-GOBAIN GLASS MIRASTAR®. Unser Beamer muss eine sehr gute Lichtleistung bringen, sodass nach der Rückprojektionsfläche noch genug Licht am Spiegel ankommt.

Aufbauskizze

 

Spezifikaionen Spiegel:

1. Das SSG MIRASTAR Floatglas = Planilux
    Besteht aus 5 Schichten ( Glas, Siliziumnitrit, Chrom,Siliziumnitrit und Titan)
2. Reflexion Schichtseite : 58%
    Reflexion Glasseite : 42 %
    Transmision : 4%
    Emissivität: kleinergleich 31%
3. Lichtverhältnis: 1 : 8

 

Spezifikationen Beamer:

1. Bildhelligkeit: 3600 ANSI Lumen
2. Kontrast : 2200 : 1
3. Leuchtdichte bis zum Beobachter ca. 511 cd/m*m
4. Beleuchtungsstärke ca. 1600 LUX

 

Spezifikationen Rückprojektionsfläche:

PLEXIGLAS® Rückprojektion
Platte, Grau, 99561 RP
1.  45% Transmission
2. lichtdurchlässig (transluzent)
3. für Rückprojektionsanwendungen
4. Oberfläche dezent matt beidseitig
5. 3 mm
6. Gainfaktor bis 8

 

Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass der Beamerstrahl mit jedem Mal, wenn er umgelenkt oder projiziert an Leuchtkraft verliert. Da wir aus Platzgründen einen Umlenkspiegel benutzen und dann erst auf die Rückprojektionsfläche strahlen, benötigen wir eine Bildhelligkeit von 3600 Lumen. Für die subjektive Qualität eines Bildes ist neben der Bildhelligkeit vor allem ein ausreichender Kontrast nötig, daher 2200:1.

Um ein maximal gutes Bild an der Rückprojetionsfläche zu erreichen benötigt man eine transulente Plexiglasscheibe mit einem geringen Gainfaktor , d.h. das Licht wird nur schwach gestreut. Die meisten Strahlen kommen somit parallel an der Spiegelfläche an.

Bei der Spiegelfläche muss man darauf achten, die Reflexionsschichtseite zur Person hin zu installeren, da sonst wieder unnötig Lichtstrahlen in die falsche Richtung reflektiert werden.

Schematische Seitenansicht

 

 

Trackingtechnologie

Um den Benutzer eine Eingabemöglichkeit zu geben, arbeiten wir mit einem Trackingsystem, das das Gesicht der Person vor dem Spiegel erkennt. Um das Gesicht dieser Person erstellt vvvv eine Rechteck, welches wir über ein IP direkt an Flash senden.

Anhand dieses Rechtecks können wir alle projizierten Organe an die Person anpassen. Gleichzeitig ist dadurch auch die erste Eingabemöglichkeit, die Entscheidung zwischen Mann und Frau, durch eine einfache Positionsabfrage mit dem Kopf möglich.

Die zweite Eingabe und Aktivierung der einzelnen Organe und Krankheiten wird über eine Abfrage mittels eines Arduinoboards und Lichtsensoren gesteuert. Nimmt der Benutzer ein Objekt in die Hand, wird der Helligkeitssensor aktiviert und sendet über den ig-Proxy die Daten an Flash. Gleichezeitig prüft ein Infrarotabstandsmesser, ob sich überhaupt eine Person vor dem Spiegel befindet. Sobald die Person im richtigen Abstand vor dem Spiegel steht, beginnt das Programm mit der Darstellung der Objekte.

Um beide Techniken in Einklang zu bekommen benötigt man gute Lichtverhältnisse. Das Gesicht der Person vor dem Spiegel muss beleuchtet werden, um das Tracking zu garantieren. Allerdings muss der Rest des Körpers dunkel gehalten werden, um die Spiegelung aufrecht zu erhalten und genug Licht von hinten durch den Spiegel kommt. Gleichzeitig müssen aber die Objekte wiederum beleuchtet werden, damit ein möglichst großer Kontrast für die Lichtsensoren herrscht und man eine saubere Abfrage hat.

 

 

Installation

Installationsaufbau

Um diese Lichtverhältnisse zu Garantieren, befindet sich die komplette Projektionstechnik hinter dem Spiegel in einem abgedunkelten Bereich. So kann man den bereich vor dem Spiegel ausleuchten und die Objekte beleuchten. Allerdings benötigt diese Black Box viel Platz, was das ganze sehr aufwendig macht. Vor dem Spiegel befindet sich eine Stehle mit den Objekten, die der Benutzer anfassen kann. Durch diese Objekte aktiviert der Benutzer die verschiedenen Ansichten der Organe.

 

Interaktionsobjekte

Nimmt der Benutzer die Zigarettenschachtel in die Hand, aktiviert er die Ansicht der Lunge und erhält Informationen über die Gefahren des Rauchens. Zum einen sieht er, wie seine durchschnittliche Lebenserwartung schwindet, zum anderen erhält er Informationen über die Risiken des Rauchens und zuletzt natürlich eine schematische Darstellung der Lunge auf der Höhe seines Brustkorbs im Spiegelbild. Die Burgerschachtel aktiviert die Informationen zur Fettleibigkeit und die Risiken für Herzerkrankungen, auch wird dann das Herz eingeblendet. Die Bierflasche steht für die Lebererkrankungen und aktiviert die Ansicht über Alkoholkonsum und blendet die Leber ein.

 

Spiegelbild