Interaktives Ausstellungssystem zum Thema Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb

Das interaktive Ausstellungssystem zum Thema Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb ermöglicht dem Museumsbesucher sich personalisierte Informationen mithilfe einer Tablet-Anwendung im örtlichen Kontext anzueignen.

Allgemeines

 

Das Projekt beschreibt ein Konzept, das dem Museumsbesucher eine persönliche und einzigartige Erfahrung bei seinem Besuch ermöglicht.

Dabei kommen zwei verschiedene Perspektiven zum Einsatz: die Realität sowie eine virtuelle Informationsebene auf dem Tablet. Die Realität besteht aus einem maßstabsgetreuen und begehbaren Modell, sowie kurzen Infotafeln und Grafiken am Modell. Die Anwendung bietet dann zusätzlich die Möglichkeit, gekennzeichnete Bereiche auf dem Modell zu scannen und sich so die Informationen zu holen, die man selbst am Interessantesten findet.

Verschiedene Aspekte waren zu berücksichtigen: Konsistenz in der Gestaltung von Modell und Tablet-Anwendung, leicht verständliches Konzept (keine lange Eingewöhnungsphase) Maßstabsfragen (wie groß darf das Modell werden? wie groß muss es mindestens sein?), Sicherheitsvorschriften für öffentliche Gebäude und noch einige weitere.

Modell_ganz

 

Das Modell

 

Es besteht aus Styropor und dicker Pappe und bildet einen Ausschnitt der Schwäbischen Alb nach. Das Styropor sorgt für eine dem Gestein ähnliche Optik und ist mit Acrylfarben bemalt. So kann man die 23 verschiedenen Gesteinsschichten des Jura-Zeitalters unterscheiden.

Durch das Modell führt eine Treppe nach oben auf die zweite Ebene. In die Treppe sind vier große Ruhebereiche integriert, die aufgrund von der Lage der Schichten ausgewählt wurden. Dort können sich die Besucher aufhalten und Punkte scannen, ohne dass es ein allzu großes Gedränge entsteht.

Skizze_Modell

Orientierung

 

Das Modell besteht aus einer Treppe, kann also nur von zwei Richtungen begangen werden. Es soll sowohl mit dem Tablet zusammen funktionieren als auch ohne Tablet. Wir brauchen also Orientierungsmöglichkeiten für den Besucher, damit er weiß, was er wann mit dem Tablet tun kann und wo es nur analoge Informationen gibt.

Deshalb gibt es auch am Modell direkt Informationstafeln, Grafiken und Beschriftungen. Sie zeigen dem Besucher an, wo sich die interessanten Bereiche am Modell befinden und wo man die Möglichkeit hat, etwas zu scannen.

Alle Teile, die im Zusammenhang mit der Anwendung stehen, sind farblich sowie mit Icons kodiert: Schichten (rot), Fossilien (gelb), Natur (grün) und Höhlen (blau).

Dieser Kode wird dann in der Anwendung wieder aufgegriffen und dient somit auch als Orientierungssystem für den Besucher. So kann er schnell erkennen, zu welchem Themenbereich eine Information gehört, egal ob sie in der Anwendung auftaucht oder auf einer Informationstafel. 

 

Informationen am Modell

 
Die Informationen, die am Modell direkt vermittelt werden, sind kurz gehalten. Sie sollen auch im langsamen Gehen zu erfassen sein und erfüllen zwei Aufgaben: Aufmerksamkeit für Unbekanntes wecken und anzeigen, wo Interaktionen mit dem Tablet möglich sind.

Die prägnantesten Informationen werden auf den Informationstafeln vermittelt. Sie besitzen eine farbige Leiste wie die Anwendung auch und enthalten eine Überschrift und ein bis zwei kurze Sätze. Der Besucher kann dann schnell entscheiden, ob er sich näher mit dem Inhalt befassen will.

Die Scanpunkte hingegen sind kleiner und vollfarbig mit dem weißen Themenicon in der Mitte. Der Bereich um sie herum ist dann mit dem Tablet scannbar. So können mehrere Besucher gleichzeitig denselben Punkt scannen. Informationstafeln zum selben Thema hängen in einem kleineren Umkreis um den Scannpunkt.

 

Die Anwendung

 

Sie ist einfach gehalten und übersichtlich strukturiert, damit möglichst viele Besucher im Museum diese einfach nutzen können. Sie untergliedert sich in drei Hauptbereiche: Vorabinformationen lesen, eine Route laufen und Bereiche scannen.

An der Tabletausgabe (Museumseingang oder eigner Bereich) wird dem Besucher das Grundlegende zum System erklärt, bevor er losgeht.

 

Informationen

 

Zu Beginn empfiehlt es sich für Besucher, die mit dem Thema noch nicht sehr vertraut sind, sich zuerst mit den grundlegenden Informationen auseinanderzusetzen. So können die folgenden Informationen direkt richtig in den Gesamtzusammenhang eingeordnet werden. (Zielgruppe Pfadfinder & Orientierungsläufer)

Hat man sich mit einem Infobereich beschäftigt, wird dem Besucher vorgeschlagen, eine Route zum Thema zu laufen, für das er sich bereits interessiert hat. Die Option eine Route zu laufen, kann man auch jederzeit im Menü auswählen. 

 

Routen

 

Eine Route beschäftigt sich mit einem von vier wichtigen Aspekten der Schwäbischen Alb genauer. Dabei verfolgt man die verschiedenen Scanpunkte des Themenbereichs in einer bestimmten Reihenfolge (auf dem Modell aufsteigend) und erhält so einen detaillierten Überblick der Inhalte. (Zielgruppe: Reisender)

 

Scannen

 

Will man weder Vorabinformationen lesen noch eine vorgegebene Route laufen, kann man auch direkt mit dem Scannen der Punkte beginnen. So kann der Besucher sich genau die Punkte auswählen, die ihm interessant erscheinen. Allerdings geht so der Gesamtzusammenhang leicht verloren und deshalb ist Vorwissen dringend erforderlich.

 

Aufbau der Applikation

 

Die Anwendung beginnt mit einem Auswahlmenü der Themen und der Möglichkeit, direkt zu scannen. Hier werden die Icons und Farben der Themenbereiche eingeführt. Bevor man zu den Informationen kommt, kann man sich noch entscheiden, ob man eine Route laufen möchte oder erst einmal die Informationen lesen will.

Die Informationsseiten sind einfach strukturiert: die Leiste oben zeigt an, in welchem Bereich man sich gerade befindet. Außerdem beinhaltet sie das Menü und den Scannen-Button. Der Inhalt folgt in einem Textblock, der sich durch einen Button am Ende der Seite hochscrollen lässt. Im rechten Bereich folgt dann eine grafische Darstellung der Textinhalte. Manchmal sind dort noch Zusatzinformationen verfügbar, diese sind mit einem Plus-Knopf gekennzeichnet und können darüber auch aufgerufen werden.

 

MenüScreen

GesteinsschichtenScreen

Sidemenu

ArchaeopteryxScreen1

ArchaeopteryxScreen3