Musikvisualisierung Failure33Object

28 Sekunden John Fruscaintes Failure33Object als Visualisierung

 

 

 

Einleitung

Failure33Object, so der Titel unseres Musikstückes, ist ausschließlich mit Synthesizern eingespielt. Es hat einen strengen mathematischen Grundaufbau und lässt sich einfach in Abschnitte teilen. Im Verlauf des Titels  sind in den nacheinander folgenden Abschnitten interessante geringfügige Varia­tionen vorhanden. Gegen Ende kommt aber dann der Bruch, bei dem die Tonleiter herunter gespielt wird.

Analyse

Unsere Analyse begann mit der Auswertung der Tonhöhen, bei der wir als nicht gerade musikalische Studenten schon auf unsere ersten Probleme stießen. Die Analyse der Lautstärke, des Rhythmuses, der Tonlängen und der Textur waren dagegen einfacher. Die Ausarbeitung der Wiederholungen sowie der Variationen und Konstanten, die sehr charakteristisch für das Stück sind, war sehr von Bedeutung. Aber ganz besonderen Wert legten wir bei diesem Titel auf den Flanger-Effekt, der das Musikstück erst lebendig macht.

Herausgearbeitete Übersicht

 

Konzeption

Auf Grundlage der analysierten Parameter fertigten wir zur Formfindung eine Tabelle mit Zeichenbeziehungen an, in der wir erste Grundideen zur Visualisierung testeten. Wir untersuchten somit die Gestaltungsparameter Größe, Farbe, Helligkeit, Form, Position, Abstand, Transparenz, Richtung und Textur. Die Ergebnisse reichten von Punkten über gespannte Seile bis hin zu sich verformenden Flächen. Darüber gelangten wir zu unserer finalen Form der Treppe.

 

Ausarbeitung

Als grundlegendes Visualisierungsprinzip einigten wir uns auf die Form einer Treppe, die die Tonleiter darstellt. Zunächst zweidimensional, später in der Isometrieansicht und letztendlich komplett dreidimensional in Cinema 4D animiert.  Versuchswendeltreppe


Cinema 4D stellte sich als sehr geeignet dar, da wir so viele Parameter genau bestimmen konnten, wie zum Beispiel die Oberflächenbeschaffenheit der Stufen und das Aufleuchten, wenn der entsprechende Ton, der zur Stufe gehört gespielt wird. Sowie vor allem den Flanger-Effekt, den wir durch ein Vibrieren der Stufe sogar mit der dazugehörigen Intensität darstellen konnten.

Flanger-Effekt in Cinema4D
 
Cinema4D-Zeitleiste

Selbst für die Kamerafahrt liegen genau ausgewählte Parameter zu Grunde, so gibt es schnelle größere Sprünge oder Richtungswechsel bei den Varian­tenwechseln und leichten Schwenkbe­wegungen innerhalb der Wiederholungen um die Abschnitte oder deren Effekte besser begreifen zu können. Nur an einer einzigen Stelle gibt es einen radikalen Schnitt: Vor der Abfahrt auf den Stufen bzw. der Tonleiter am Ende. Dieser Schnitt ist in unserem Titel genauso enthalten. In die Abfahrt wurde noch eine bewusste Ecke integriert, um die Zwischenstelle im Abgang zu verdeut­lichen, da der Abgang sich auch über zwei Abschnitte erstreckt. Das Rendering des Videos war dann noch ein Kraftakt, jedoch nicht für uns, sondern für den Computer, der ganze 15 Stunden für die 28 Sekunden rechnete!

Rendering