Raum und Zeit

Es handelt sich nicht um einen Ansammlung verschiedener Darstellungsmethoden und Diagrammen, sondern um ein einheitliches System, in das alle Inhalte integriert werden können. Der Anwendung liegt eine geozentrische Weltansicht zugrunde, weil der Mensch, der sich nicht von der Erde entfernen kann, die Zusammenhänge verstehen soll.

Ich habe mich im Laufe meiner Arbeit damit beschäftigt, die Zyklen, Phänomene und Abläufe die aus der räumlichen Anordnung und der Bewegung der Himmelskörper resultieren, zu erklären. Dabei war es mir wichtig aufzuzeigen, welche Parameter relevant sind, wie sie zusammenwirken und welchen Einfluß sie im Einzelnen haben. Neben den physikalischen Faktoren wie z.B. Erdbahn um die Sonne, Erd- und Mondbahnneigung gegen die Ekliptik der Sonne, Eigenrotation der Erde und die jeweilige Dauer bestimmter Zyklen ( Jahr, Tag ) spielen auch andere Faktoren wie z.B. Bezugssystem, Betrachtungsposition (wo auf der Erde befinde ich mich?), Entfernungen und Größenverhältnisse eine wichtige Rolle im Gesamtkontext. Zunächst hatte ich beabsichtigt, Darstellungsformen für die einzelnen Phänomene zu finden die den jeweiligen Sachverhalt erklären, aber auch in Kombination mit anderen Darstellungen neue Erkentnisse und Zusammenhänge erläutern. Der andere Aspekt wäre, dass auch ein Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und somit besser verstanden werden kann. Nach einigen Untersuchungen in diesem Bereich kam die Frage nach einem Ordnungs- und Gliederungsprinzip auf bzw. wie navigiere ich in dem System, wie werden die Inhalte gegliedert, gibt es eine lineare oder eine auf Hyperlinks basierende Navigation oder vielleicht eine Kombination aus beiden und wie schaffe ich eine Verbindung zwischen den verschiedenen Darstellungen und Inhalten, die zu diesem Zeitpunkt noch unterschiedlich aussahen. Die Tatsache, dass meine bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Modelle mehr oder weniger immer ein und denselben Sachverhalt (die Zyklen der Himmelskörper) aus verschiedenen Perspektiven und Maßstäben beschrieben hatten (von der Erde aus, aus dem Weltraum), führte mich zu der Erkenntnis, dass es eigentlich nicht verschiedene Inhalte sind, sondern nur Aspekte dieses Sachverhalts. Dies führte dazu, dass ich ein System schaffen wollte, in welches man alle Aspekte und Inhalte integrieren kann und ein einheitliches Aussehen beibehält. Das Ergebnis ist, dass ich den Weltraum als Basis verwende und die Darstellungsmodelle alleindurch Veränderung der Position im Raum, der Entfernung und der Zeit entstehen. Konkret bedeutet dies, dass der Benutzer zum einen die Möglichkeit hat, seine Position im "Raum" einzunehmen (Entfernung von der Erde, Draufsicht, Seitenansicht, Blickwinkel) und bedingt das Aussehen und die Größenverhältnisse der Objekte zu bestimmen und zum anderen über die Veränderung der "Zeit" die Abläufe zu verstehen. Desweiteren habe ich mir überlegt, dass die die Navigation über die Entfernung von der Erde gesteuert wird, d.h. wenn sich der Benutzer in der Nähe der Erde befindet werden ihm Links zu Themen angeboten, die die Erde betreffen (z.B. Tag und Nacht Zyklus), wenn er sich hingegen in der Erdumlaufbahn befindet, hat er z.B. die Möglichkeit, sich über die Enstehung der Jahreszeiten oder über die Zeitgleichung zu informieren. Wenn man die Problematik weiter denken würde, könnte ich mir vorstellen, dass die gesamte Navigation im Raum selber stattfindet und intuitiv bedienbar ist, und die Information an den jeweiligen Objekten angebracht ist. Der Anwendung selber müßte ein "egozentrisches" Weltbild zu Grunde liegen und sie müßte eine Mischung aus diagrammatischen Darstellungen, Realdarstellungen und Informationen darstellen.